Die PG wurde am 9. Februar 2009 von Bischof Friedhelm errichtet. Ihr zugehörig sind die Pfarrei St. Vitus Sailauf mit der Filiale St. Wendelinus Eichenberg, die Pfarrei St. Antonius von Padua Rottenberg und die Kuratie St. Johannes von Nepomuk Feldkahl.
Pfarreiengemeinschaft Vorspessart, St. Vitus
Rottenberg, Feldkahl, Sailauf und Eichenberg
Gottesdienste
Gruppen und Angebote
Pfarrgemeinderatswahl 2026
Im Sonntag, 01. März 2026, fanden bayernweit die Wahlen des Gemeinsamen Pfarrgemeinderates statt. Zu diesem Stichtag hatten 3.108 Wahlberechtige ihren ersten Wohnsitz in unserer Pfarreiengemeinschaft St. Vitus im Vorspessart. Zur Wahl standen und zu wählen waren 5 Kandidatinnen und Kandidaten.
In den Gemeinsamen Pfarrgemeinderat St. Vitus im Vorspessart wurden gewählt:
Kuhn Susanne, Feldkahl
Maier Christian, Rottenberg
Lechner Hertha, Feldkahl
Schmitt Sigrid, Eichenberg
Klümper Beate, Sailauf
Herzlichen Dank den Kandidatinnen und dem Kandidaten für die Bereitschaft, unsere Pfarreiengemeinschaft in den kommenden vier Jahren gemeinsam mit dem hauptamtlichen Seelsorgeteam zu gestalten, sowie allen Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen!
Für den Wahlausschuss Andreas Reuter, Pfarrer/Vorsitzender
Die konstituierende Sitzung fand am 12. März 2026 statt. Den Vorstand des PGR bilden Susanne Kuhn als Beisitzerin, Beate Klümper als Schriftführerin und Pastoralreferent Johannes Dürig.
Sailauf
Pfarrer Andreas Reuter, Vorsitzender
Simon Mahlmeister, Kirchenpfleger
Tanja Reuter, Schriftführerin
Johannes Junker
Eichenberg
Pfarrer Andreas Reuter, Vorsitzender
Ines Staab-Seipel, Kirchenpflegerin
Alfred Hauck
Rottenberg
Pfarrer Andreas Reuter, Vorsitzender
Christel Heinz, Kirchenpflegerin
Stefan Braun, Kirchenrechner
Franz Meinhard
Georg Linder
Feldkahl
Pfarrer Andreas Reuter, Vorsitzender
Reinhard Fleckenstein, Kirchenpfleger
Hans Lechner, Kirchenrechner
Gerd Hain
Siegfried Popp
Wir pflegen Gemeinschaft, erhalten uns die Freude an unserem Dienst durch verschiedene Treffen und Aktionen.
Kontakt: Pastoralreferent Johannes Dürig, Tel. 06024-6374881
E-Mail: johannes.duerig@bistum-wuerzburg.de
Oberministrant Dominik Schilling Tel. 63 77 20;
E-Mail: minis-rottenberg@web.de
Pastoralreferent Johannes Dürig
Die Seniorentreffs sind offen für alle, die sich gern mit anderen im Glauben stärken lassen, in Gottesdiensten und anderen spirituellen Angeboten. Zudem unternehmen wir regelmäßig Ausflüge zu reizvollen Zielen der Umgebung.
Seniorenforum Sailauf / Eichenberg: Margarethe Ullrich und Maria Kern
Rottenberger Seniorentreff 60plus: Rosemarie Steigerwald und Maria Fries
Runde 60 Feldkahl: Hertha Lechner, Susanne Kuhn und Ellen Beisser
Zu Gemeindemitgliedern, die keinen Gottesdienst mehr besuchen können, halten wir gern Verbindung.
Sailauf: Susanne Mahlmeister und Renate Megerle
Rottenberg: Maria Fries
Feldkahl: Hertha Lechner
Eichenberg: Johanna Steigerwald
Einrichtungen
Die NBH findet in Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde Sailauf statt.
Seniorenbeauftragte ist Carolin Reuter.
Sabine Deckelmann
Hauptstr. 93a
63768 Hösbach
Tel. 0151-218 95 371
nachbarschaftshilfe-hoesbach@gmx.de
Brauchtum
Wer klopfet an?
Der schöne Brauch der Herbergssuche wird im Advent in unserer Pfarreiengemeinschaft gepflegt.
Seit Advent 2016 wird die Heilige Familie von der Feldkahler Kirche aus in die ganze Pfarreiengemeinschaft ausgesandt.
Die schwangere Gottesmutter Maria und der heilige Josef suchen Herberge in unseren Familien. Diese versammeln sich bei dieser Gelegenheit zu Gebet, Gesang und Stille. Der Aufenthalt dauert zwei Tage. Dann wird der Schrein mit der Heiligen Familie von der aufnehmenden Familie in die nächste Familie gebracht. So wandert er bis Weihnachten von Haus zu Haus. Maria und Josef kehren am Ende des Advents in die Kirche nach Feldkahl zurück.
Wir suchen Familien in Feldkahl, Rottenberg, Eichenberg und Sailauf, die die heilige Gottesmutter und den heiligen Josef in dieser Zeit aufnehmen. So kann die besondere Zeit des Advents spürbar werden.
Listen zum Eintragen liegen in den Kirchen aus. Interessierte können sich auch bei Christina Ritter Tel. 06024/5927 melden.
Texte beim Überbringen:
Der Überbringer: Gloria et Pax – Ehre und Friede!
Klopfet an und bittet um Herberge für Maria und Josef. Wir bitten euch, sucht einen Platz für diesen Herbergsschrein. Er möge euch zur Freude am Glauben und zum Weihnachtsfrieden führen. Das innere Schauen und das Einfühlen in die Not der uns umgebenden Welt sollen euch neue Wahrnehmung und Erfahrung des Glaubens bringen. Der Herr des Himmels soll euch eure Bereitschaft lohnen. Amen.
Der Empfänger: Gloria et Pax – Ehre und Friede!
Seid gegrüßt und bringt uns den Herbergsschrein. Wir danken euch für eure guten Wünsche und bitten Gott, dass er euch segne. Uns und unseren Gästen soll der Herbergsschrein eine Hilfe in unserem Leben sein. Außerdem möge er uns zum Weihnachtsfest führen. Amen.
Wallgang der Sailaufer nach Eichenberg am ersten Sonntag im Juli zum Fest Mariä Heimsuchung
Von der Obersailaufer Grotte aus laufen die Wallleute am frühen Nachmittag durch Wald und Feld zur Eichenberger Kapelle. Diese Wallfahrt geht auf ein altes Pestgelöbnis zurück und wurde später wiederbelebt. Zuweilen kommen auch Rottenberger Mitchristen mit ihrer Antoniusfahne. Feldkahler schließen sich gerne an. In Eichenberg feiern alle gemeinsam einen Gottesdienst auf dem Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus gegenüber der Kapelle. Anschließend gibt es reichliche Bewirtung beim Kapellenfest.
An den Tagen vor Christi Himmelfahrt, den sogenannten Bitttagen, machen sich Feldkahler Christen mit einer Bittprozession auf den Weg nach Rottenberg. Betend und singend zieht die Prozession durch die grünende und blühende Flur.
Anschließend feiern die Gläubigen ein Bittamt in der Rottenberger Pfarrkirche St. Antonius.
„Den Weinstock und die zarten Samen vom Winter- und vom Sommerbau
beschütz vor Frost durch Jesu Namen, in diesem segne Flur und Au.
O bitt für uns du beste Mutter, erhalt die Früchte auf dem Feld.“ (altes Gl 884)
Messfeier an der Feldkahler Kapelle an Christi Himmelfahrt
Dem Himmel ein Stück näher ist man an der Feldkahler Kapelle auf der Erlenbacher Höhe. Eine Messfeier im Grünen vor der Kapelle feiern Mitchristen am Feiertag Christi Himmelfahrt. Dazu spielen die Blaskapellen aus Feldkahl und Rottenberg.
Fronleichnam, im Kirchenkalender offiziell "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" genannt, ist einer der volkstümlichsten und buntesten Feiertage im Kirchenjahr. Der Leib Christi in Form der Hostie wird in einer Monstranz durch die Straßen unserer Ortschaften getragen.
Sie ist eine Demonstration unseres katholischen Glaubens: Der Herr ist im eucharistischen Brot unter uns gegenwärtig und begleitet die Menschen auf ihrem Lebensweg. Der Priester trägt die konsekrierte Hostie in der Monstranz durch die geschmückten Straßen unserer Dörfer. Begleitet wird er dabei von Baldachin- und Kerzenträgern, Messdienern, Vorbetern, Kommunionkindern, der Blaskapelle, Vereinsabordnungen und weiteren Gläubigen. Die Prozession macht Halt an einem Altar, an dem das Evangelium verkündet und der eucharistische Segen gespendet wird. Seit dem Jahr 2016 gibt es eine gemeinsame Fronleichnamsprozession der Pfarreiengemeinschaft. Die erste war 2016 in Sailauf, die zweite 2017 in Feldkahl, 2018 in Rottenberg, 2019 in Eichenberg. Nach der Coronapause setzte sich der Turnus fort.
Brot sättigt – Brot verbindet und versöhnt – Brot lädt ein, zu feiern
Einmal im Jahr machen wir das öffentlich. Am Fronleichnamstag.
Einmal im Jahr tragen wir dieses Brot hinaus auf unsere Straßen.
Dabei wird das unscheinbare Brot, die Hostie, in einer goldenen Monstranz getragen.
So können wir zeigen, wo unsere wahren Schätze liegen.
Nach der Prozession wird die Monstranz wieder in die Kirche zurückgestellt.
Denn nach der Prozession ist jeder, der kommuniziert hat, eine lebendige Monstranz.
(nach P. Gerhard Eberts)
Am Palmsonntag, dem Beginn der Karwoche, gedenken Katholiken des Einzugs Jesu in Jerusalem, an dem ihm das Volk mit Palmzweigen zujubelte. Der Gottesdienst beginnt mit der Palmweihe an einem Ort außerhalb der Kirche. Nach dem Vortrag des Evangeliums ziehen die Gläubigen unter Gesängen mit dem festlich geschmückten Prozessionskreuz und Palmzweigen- oder Palmbuschen zur Kirche. Die Eichenberger Prozession beginnt am Anwesen Schloth, die Sailaufer an der Aussegnungshalle, die Rottenberger am Alten Rathaus und die Feldkahler an der Seewiesenstraße.
Den Brauch des Bindens von Palmbuschen und Palmkreuzen wird von Kommunionkindern und Firmlingen gepflegt. Die grünen Zweige können als Hoffnungszeichen in Leid, Not und Trauer gedeutet werden.
Wallfahrt der Eichenberger am letzten Sonntag im September
Dazu sind alle Mitglieder unserer Pfarreiengemeinschaft eingeladen. Sie machten sich auf den Weg ins 20 km entfernten Hessenthal im Spessart, seit 2015 nach Schmerlenbach. Dort feiern sie Gottesdienst, halten Einkehr und fahren am Nachmittag mit dem Bus zurück.
Zum Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel feiern Mitchristen der Pfarreiengemeinschaft am 14. August eine Vorabendmesse an der Rottenberger Waldkapelle.
An diesem idyllischen Ort im Schatten alter Bäume versammeln sich zahlreiche Gläubige aus den vier Dörfern Rottenberg, Sailauf, Feldkahl und Eichenberg. Sie bringen ihre selbstgebundenen Kräuterbüschel, hier auch „Werzberren“ genannt, mit. Diese Tradition rührt wohl daher, dass der Legende nach, die Jünger im Sarg Mariens nach ihrem Tod duftende Blumen und heilkräftige Kräuter vorgefunden hatten.
Gott schenkt uns die Heilkraft der Schöpfung zu unserem Wohlergehen und will uns zur Vollkommenheit führen - heraus aus dieser unzulänglichen, friedlosen und zerrissenen Welt.
Wir Christen dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns so wie Maria dereinst in die Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus aufnehmen wird.
Dieser österliche Sommertag lässt uns die Fesseln von Raum und Zeit durchbrechen. Neues Leben tut sich für uns auf.
Die Gemeindelieder begleitet traditionell die Rottenberger Blaskapelle.
Kirchenmusik
Die Sailaufer Harrison & Harrison - Orgel aus Durham/ England von 1902,
restauriert 2013/14 von Orgelbau Martin Karle/ Zellingen
3 Manuale und Pedal
26 klingende Register
mechanische Spiel- und Registertraktur, pneumatische Pedaltraktur
Choir
Dulciana 8
Viola da Gamba 8
Rohr Flute 8
Flauto Traverso 4
Clarinet 8
Great
Contra Gamba 16
Large Open Diapason 8
Small Open Diapason 8
Hohl Flute 8
Principal 4
Harmonic Flute 4
Fifteenth 2
Trumpet 8
Swell
Lieblich Bourdon 16
Open Diapason 8
Salicional 8
Lieblich Gedact 8
Voix Celeste 8
Principal 4
Mixture V
Horn 8
Oboe 8
Pedal
Open Diapason 16
Bourdon 16
Principal 8
Flute 8
Swell to Pedal
Swell to Great
Swell to Choir
Swell Octave
Great to Pedal
Choir to Pedal
Die Schlimbach - Orgel in der Rottenberger Pfarrkirche St. Antonius von Padua
Die alte Kirche in Rottenberg, die 1968 abgerissen wurde, besaß schon ein kleines, mindestens seit 1836 nachweisbares Orgelwerk, das von Nikolaus Zahn und später von Anton Etthöfer gewartet bzw. jährlich gestimmt wurde. Da zwischen 1780 und 1820 keine Hinweise auf die Orgel auftauchen, wird in den Jahren 1820/35 eine solche angeschafft worden sein. (vgl. Fischer, Hermann: Orgeln der Region Bayerischer Untermain, Aschaffenburg 2004)
1906 lieferte die Firma Schlimbach, Würzburg, die noch stehende Orgel nach dem Kostenvoranschlag vom 10.11.1905 für 5160 Mark inklusive Gehäuse. Bezahlt wurde sie von der Gemeinde aus dem Pachterlös der Firma Kalkwerke Stenger auf dem Gräfenberg für das Gebäude der Drahtseilbahn.
Die Schlimbach Orgel der Rottenberger Pfarrkirche St. Antonius von Padua hat folgende Disposition:
I. Manual c – f 3
1. Bourdon 16‘
2. Prinzipal 8‘
3. Gamba 8‘
4. Hohlflöte 8‘
5. Octave 4‘
6. Rohrflöte 4‘
7. Mixtur-Cornett 4 fach 2 2/3‘
II. Manual
8. Geigenprincipal 8‘
9. Liebl. Gedeckt 8‘
10. Salicional 8‘
11. Flöte dolce 4‘
12. *Vox Coelestis 8'
13. *Flageolet 2'
14. *Mixtur 3fach 1 1/3'
Pedal C – d 1
15. Violon 16‘
16. Subbass 16‘
17. Cello 8‘
*Bei Orgelrenovierung 1999 eingebaut.
Kegelladen, mechanische Traktur, Spieltisch, Normalkoppeln, feste Kombinationen P F und Tutti als Tritte.
Prospekt mit geschweiftem Kranzgesims und Inschriftkartusche, zwei Pfeifenfeldern und Psalmvers: "Laudate Dominum in cordes et organo."
1978/79 wurden im Rahmen einer Instandsetzung und Reinigung von der Firma Hoffmann, Ostheim/ Rhön, im II. Manual drei weitere Register eingebaut: Fugura 4‘, Flageolett 2‘ und eine dreifache Mixtur. Bei einer erneuten Restaurierung durch die Firma Weiß, Zellingen, 1999 erhielt das I. Manual eine Trompete 8‘, das II. Manual eine Vox coelestis 8‘ anstelle der Fugura 4‘ von 1979.
Quelle: Hermann Fischer
Die Weise - Orgel in der Kirche St. Johannes von Nepomuk in Hösbach - Feldkahl
Die äußere Ansicht der Feldkahler Orgel wird seit 1821 durch den fünfteiligen barocken Prospekt gebildet: Das Gehäuse ist somit das älteste Ausstattungsstück der Kirche und wird auf die Zeit um 1680 datiert. Es gehört zu den ältesten Orgelgehäusen in unserer Gegend. Bemerkenswert sind insbesondere die seitlichen Verzierungen – „Ohren“ genannt – in die Engelsköpfe eingearbeitet sind. Leider sind jedoch die früher auf den beiden äußeren Türmen sitzenden musizierenden Engel verloren gegangen. Sie sind seit Ostern 2008 durch zwei nachgeschnitzte Putten ersetzt worden.
Der romantische, weiche Klang der Register und die Technik (die pneumatische Steuerung) des Instrumentes sind noch ganz in der Tradition des 19. Jahrhunderts verhaftet. Die Dynamik des Werkes kann durch seine raffinierten Spielhilfen vom hauchdünnen Pianissimo bruchlos zum rauschenden Fortissimo, ja geradezu zum „Kathedralklang“ geführt werden. Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten der Soloregistrierung.
Hierin unterscheidet sich die Feldkahler Orgel deutlich von anderen Orgeln der Umgebung und das ist auch der besondere Wert des Instruments in der Orgellandschaft am Untermain.
Ralf Schramm
Disposition:
- Manual C – g‘
- Principal 8’
- Quintade 8’
- Dolce – Flöte 8’
- Oktave 4’
- Rohrflöte 4’
- Mixtur 4fach 2’
2. Manual
- Gedeckt 8’
- Salicional 8’
- Prästant 4’
- Spitzflöte 4’
- Nachthorn 2’
- Sesquialter 2fach
- Zimbel 3fach 1’
- Vox coelestis
- Horn 8'
Pedal C – d’
- Subbass 16’
- Oktavbass 8’
- Flötenbass 4’
Zartbass 16’
Abschwächung
Kegelladen, pneumatische Traktur, Spieltisch, Normal-, Sub-, und Superoktavkoppeln, 3 feste Kombinationen
Fünfteiliger Barockprospekt mit Rund-, seitlichen Spitztürmen und doppelgeschossigen Flachfeldern; reich gegliederte Kranzgesimse, geschnitzte Schleier und Ohren mit Engelsköpfen im einfachen Akanthusstil.
1999 Restaurierung und Umbau von Weiß, Zellingen, durch Erweiterung des II. Manuals um Vox coelestis und Horn 8‘ auf einer neuen Zusatzlade mit neuen Prospektpfeifen und einem leistungsfähigen Elektrogebläse.
(Fischer – Orgeln der Region Bayerischer Untermain)
Die Weise - Orgel in der Kirche St. Wendelinus Eichenberg
Die Orgel stellte 1965 die Firma Weise aus Plattling auf. Sie besitzt einen Freipfeifenprospekt aus fünf rechteckigen Feldern, deren Höhe von der Mitte aus nach außen abgestuft ist. Ausgestattet ist sie mit Kegelladen, elektropneumatischer Traktur, einem seitlich freistehenden Spieltisch, sowie Normal- und Suboktavkoppel II/I.
Ihre Register sind:
- Manual C – g3
- Principal 8‘
- Rohrflöte 8‘
- Octav 4‘
- Waldflöte 2‘
- 5. Mixtur 4fach 1 1/3‘
- Manual
- Gedackt 8‘
- Salicional 8‘
- Spitzflöte 4‘
- Principal 2‘
- Sesquialter 2fach
- Scharff 3fach 1‘
Pedal C – f1
- Subbass 16‘
- Octavbass 8‘
(Quelle: Fischer, Hermann: Orgeln der Region Bayerischer Untermain, Aschaffenburg 2004, Geschichts- u. Kunstverein Hrsg.)
Zu besonderen Anlässen finden in der Pfarreiengemeinschaft Kirchenkonzerte statt:
Orgelkonzerte in Sailauf an der englischen Orgel von 1902
Chorkonzerte bzw. musikalische Mitgestaltung der Gottesdienste:
in Feldkahl mit dem Liederkranz Feldkahl und den Feldkahler Musikanten
in Rottenberg mit dem Gesangverein Germania Hösbach, u.a.
in Eichenberg mit den Fröhlichen Sängern
in Sailauf mit der Sängerlust Sailauf
Suanne Kuhn
Erika Romeis
Matthias Pfaff
Sabine Then
Martin Mahlmeister
Eva Keßler
Johannes Dürig
Oskar Göpfert
Pfarreien
Adresse der Kirche: Georg-Blaß-Straße 34 in Hösbach-Rottenberg
Rund 600 Jahre war Rottenberg als Filiale eng mit der Pfarrei Sailauf verbunden. Im Jahre 1694 ist erstmals eine aus Fachwerk gebaute Kapelle in Rottenberg bezeugt. 1789 erfolgte wegen Baufälligkeit ein Neubau aus Stein mit Dachreiter auf dem Platz der heutigen Raiffeisenbank, der schon 1827 erweitert werden musste. Er diente nach 1906 als Schule, später auch anderen Zwecken und wurde 1968 abgerissen. Daneben gab es zu dieser Zeit auch schon eine Marienkapelle, 1785 am Kirchweg nach Sailauf errichtet.
1810 wurde die Filialkaplanei Rottenberg-Feldkahl errichtet. Von da an mussten die Gläubigen nicht mehr jeden Sonntag zur Messe nach Sailauf laufen, denn die Kapläne aus Sailauf, die sog. „Laufkapläne“ übernahmen die örtliche Seelsorge. Aufgrund zunehmender Einwohnerzahl entschied man sich 1889 für einen Kirchenneubau, der von einem Kirchenbauverein unterstützt wurde. 1904 begannen die Bauarbeiten, 1905 erfolgte die Fertigstellung des Rohbaus. Geweiht wurde die neue, für die damalige Zeit recht stattliche St. Antoniuskirche im Neubarockstil erst am 23. Juni 1909 durch Bischof Ferdinand von Schlör.
1920/21 errichtete die Gemeinde ein eigenes Pfarrhaus.
Am 22. April 1922 wurde Rottenberg zur eigenständigen Pfarrei erhoben. Damit waren Rottenberg und Feldkahl aus dem bisherigen Verband mit Sailauf gelöst.
Aufgrund der Umstrukturierungen der Diözese Würzburg bildet die Pfarrei Rottenberg zusammen mit der Kuratie Feldkahl und der Pfarrei Sailauf/ Eichenberg die Pfarreiengemeinschaft St. Vitus im Vorspessart.
Adresse der Kirche: Erlenbacher Straße 10
Feldkahl hat 689 Katholiken (Stand: Oktober 2019) und gehört politisch zum Markt Hösbach. Die Kirchengemeinde St. Nepomuk ist eine Kuratie der Pfarrei Rottenberg. Seit 2002 gehört sie zur Pfarreiengemeinschaft "St. Vitus im Vorspessart" (Rottenberg/ Feldkahl, Sailauf/ Eichenberg), die am 8. Februar 2010 von Bischof Friedhelm Hofmann errichtet wurde.
Das Innere der Kapelle beherbergt eine lebensgroße Marienfigur, die Lothar Bopp geschnitzt hat. Die Kapelle ist auch Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Ihre Namen sind auf vier geschnitzten Gedenktafeln und einem dazugehörigen Buch zu lesen.
Die Bauarbeiten begannen im August 1989, und am 1. September weihte der damalige Weihbischof Helmut Bauer die Kapelle ein. Die Mitglieder des Kapellenvereins investierten Hunderte von freiwilligen Arbeitsstunden in das Projekt und sammelten in verschiedenen Aktionen Spenden. Zuschüsse gab es von der Diözese. Heute kümmern sie sich um die Instandhaltung der Kapelle und die Pflege der Anlage. Vorsitzende des Kapellenvereins ist Regina Bopp.
Das Jahr über finden neben der Prozession zu Christi Himmelfahrt auch Kreuzweg- und Maiandachten sowie ein Rosenkranzgebet im Oktober statt.
Adresse der Kirche: Kirchberg 8
Die St. Vitus-Kirche in Sailauf wurde anstelle der baufällig gewordenen Vorgängerkirche aus dem Jahre 1574/79 errichtet. Pfarrer Anton Köhler nahm 1781 die Vorarbeiten in Angriff und beauftragte Baumeister Adam Vill aus Aschaffenburg mit dem Bau, den dieser zu Martini am 11. November 1789 fertigstellte.
Der Turm wurde im 11. Jahrhundert als Verteidigungsanlage gebaut und blieb bis heute weitgehend unverändert.
An der unteren Dachkante nach Norden hin ist das Bleckmaul zu sehen: eine kleine Steinfratze, wohl zur Abwehr dunkler, dämonischer Mächte, wie sie in ähnlicher Form nach mittelalterlicher Vorstellung häufig an Kirchen- und Profanbauten angebracht wurden.
Geschichte
Das ehrwürdige Gotteshaus auf uraltem Kulturboden des Sailaufer Kirchbergs inmitten des Friedhofes war unseren Vorfahren über die Jahrhunderte hinweg ein Ort der Sammlung und Gottesbegegnung. Nach Berechnungen des ehemaligen Pfarrers Ruf sollen ca. 40 000 Tote hier bestattet sein.
Viele Höhen und Tiefen hat die St. Vituskirche in ihrer wechselvollen Geschichte durchgemacht. Der jetzige Bau von 1789 weist drei Vorgängerbauten auf, der erste aus dem 11. Jahrhundert.
Bis zur Fertigstellung und Einweihung der modernen Auferstehungskirche 1971 war die Vituskirche Pfarrkirche. Danach stand sie leer und wurde als Lagerplatz für verschiedene Dinge benutzt. Mit der Zeit geriet sie in einen kläglichen Zustand. Abrisspläne lagen bereits auf dem Tisch.
Ab 1975 nahm sich ein neu gegründeter Förderkreis des historischen Gebäudes an. In Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege erfolgte eine umfassende Bestandsaufnahme der Bausubstanz und anschließende Außen- als auch Innenrenovierung. So konnte das Gotteshaus im Juni 1989 feierlich wieder eingeweiht werden und als Zweitkirche für Taufen und Trauungen dienen.
Erneut zum Baufall wurde St. Vitus, als erhebliche Schäden am Dach und den Fundamenten zum Vorschein kamen. So erfolgte von 2006 bis 2008 eine weitere Renovierung.
Während dieser Zeit wurde klar, dass auch die Auferstehungskirche erhebliche Mängel an Dach, Beton, Heizung u.a. aufwies, deren Behebung mit Kosten in Millionenhöhe verbunden gewesen wäre. Damit war eine Entscheidung notwendig. Zwei Kirchen konnte die Sailaufer Gemeinde nicht renovieren und unterhalten. Hohe Zuschüsse der Diözese flossen in den spätbarocken Kirchenbau von St. Vitus.
Die Auferstehungskirche wurde im Dezember 2008 geschlossen und im Juli 2009 abgebrochen. Darüber gab es im Dorf Widerstände und Diskussionen. Fakt war, dass die für 650 Besucher ausgelegte moderne Kirche in den letzten Jahren an Sonntagen nur zum geringen Teil besetzt war. Wie andernorts auch, schwanden die Kirchenbesucherzahlen kontinuierlich.
Die erste Messe in der historischen St.-Vitus-Kirche mit 150 Sitzplätzen feierten die Gläubigen am Allerseelentag 2008. Seitdem ist sie wieder reguläre Pfarrkirche.
Adresse der Kirche: Wendelinusstraße 14
St. Wendelinus in Eichenberg ist die Filialgemeinde der Pfarrei Sailauf mit 565 Katholiken (Stand:Oktober 2019). Viele engagierte Menschen, denen das kirchliche Leben in Eichenberg wichtig ist, achten auf einen guten Zusammenhalt und gestalten ein abwechslungsreiches Kirchenjahr mit seinen besonderen Höhepunkten mit.
Als frühestes Zeugnis der Frömmigkeit in Eichenberg wird eine geschnitzte Muttergottesstatue in der Höhlung eines uralten Baumes außerhalb des Dorfes angesehen. 1650 wurde am alten Fuhrweg in der Nähe des heutigen Friedhofes eine Kapelle erbaut. Im Jahr 1893 entstand unter Pfarrer Bonaventura Ruf die Kapelle in ihrer heutigen Gestalt. Jährlich treffen sich die Christen der Pfarreiengemeinschaft zum Kapellenfest am Fest Mariä Heimsuchung.
Ein frommer Pilger, der im Jahr 1894 mit dem zweiten bayerischen Pilgerzug nach Lourdes wallfahrtete, regte nach seiner Rückkehr den Bau der Grotte an. Man begann mit dem Bau am 19. August 1895 und vollendete den Steinbau nach sieben Tagen. Die 50 Fuhren Steine stammten aus der Obersailaufer Gemarkung. Baumeister war Mauerer Neubeck aus Rimpar.
Im Dezember 1895 wurde die Statue der Muttergottes von Lourdes geliefert. Hersteller der 180,- DM teuren Terrakottafigur war die Firma Becker aus Aschaffenburg. Am 25. März 1896, dem Tag Mariä Verkündigung, wurde sie von Pfarrer Bonaventura Ruf im Beisein vieler Einwohner eingeweiht. Der Grottenborn neben der Grotte diente noch bis zum Bau der Wasserleitung im Jahr 1928 den umliegenden Häusern zur Wasserversorgung.
Vom 25. März bis zum 15. Juni fanden anfangs täglich an der Grotte Abendandachten statt. Später wurden wegen der ermüdenden Feldarbeit nur an Sonn- und Feiertagen sowie Marienfesten Andachten gebetet, schrieb Pfarrer Josef Dotzel in seiner Niederschrift mit dem Titel „Geweihte Landschaft“. Er war Pfarrer von Sailauf von 1948 bis 1957.
Aufgrund von Bemühungen einiger Obersailaufer Bürger spendete der Grottenborn in unmittelbarer Nähe nach langjähriger Unterbrechung seit 1983 wieder Wasser aus dem sog. „Borngund“.
Zum 90. Jahrestag der Errichtung im Jahr 1986 wurden Gestaltungs- und Restaurierungsarbeiten an der Grotte vorgenommen. (Volksblatt vom 23. 03. 1986).
Bis heute führt alljährlich Anfang Juli zum Fest Mariä Heimsuchung ein Wallgang von der Obersailaufer Grotte nach Eichenberg zum Kapellenfest. Der Wallgang geht auf ein Pestgelöbnis zurück und wurde 1814 von Obersailaufer Bürgern wieder belebt.
Ältere Sailaufer erinnern sich, dass die Kinder aus Obersailauf früher am 2. Juli schulfrei hatten, um mit nach Eichenberg laufen zu können. Später verlegten die Eichenberger ihr Kapellenfest auf den ersten Sonntag im Juli.
Im Jahr 2011 restaurierten Obersailaufer Anwohner die Grotte, indem sie den üppigen Bewuchs entfernten und schadhafte Stellen ausbesserten. Im Zuge des Kreisstraßenausbaus erhielt das Umfeld der Grotte ein neues Pflaster und neue Bordsteine. Die Einweihung des letzten Abschnitts der Kreisstraße erfolgte am Dienstag, dem 13. Dezember 2011 im Beisein des Bürgermeisters, Vertretern aus Lokalpolitik und Anwohnern.
Am 20. Mai 2012 wurde die renovierte Obersailaufer Grotte mit der Marienfigur von Pfarrer Uwe Schüller in einer Maiandacht neu eingeweiht.
Vier Jahre später, am 29. Mai 2016 nahm die Sailaufer Ortsbevölkerung mit einem Gottesdienst und anschließendem Grottenfest den neuen Glockenturm in Form einer großen Astgabel in Betrieb. Pfarrer Uwe Schüller segnete den Turm und die dazugehörige alte Hirtenglocke.
Die Hirtenglocke in Obersailauf hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Als der Glockenturm in der Näher der Lourdesgrotte abgerissen wurde, diente sie seit Ende der 1960er Jahre als Totenglöckchen im Turm der Aussegnungshalle. Auf Betreiben einige Obersailaufer kehret sie wieder an ihren angestammten Platz zurück und soll zu besonderen Anlässen läuten.
Grotte, Grottenborn und Turm fügen sich wieder zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Das kleine Zentrum Obersailaufs lädt zum Verweilen ein.
Der Pfarrer regte an, die Glocke oft zu läuten, um die Menschen zum Gebet zusammen zu rufen. Das frische Wasser, das vorbeiströmt, erinnere an das Wasser der Taufe – an Christus, der uns Menschen das Wasser des Lebens spende.
Susanne Mahlmeister
Die Waldkapelle an der Staatsstraße zwischen Sailauf und Rottenberg gelegen wurde 1785 unter Pfarrer Anton Köhler anstelle eines aus der Pestzeit stammenden Kapellchens aus dem 16. Jhd. errichtet. Es ist überliefert, dass im Jahre 1739 die Rottenberger im Bachgau unterwegs waren, um für den Neubau Spenden zu sammeln.
In früheren Zeiten war die Waldkapelle am St. Georgs-Tag, dem 23. April für den Kirchenbezirk Sailauf das Ziel einer Wallfahrt. Einer alten Sage nach soll die Kapelle als Dank für die Errettung des Bürgermeisters von Rottenberg aus der Gewalt der Schweden erbaut worden sein.
Andachtsbild ist eine undatierte Pieta. Jedes Jahr zum Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August treffen sich bei schönem Wetter die Rottenberger Christen zur Messfeier mit Kräuterweihe im Waldstück an der Kapelle.
Den Innenraum schmücken Bilder aus dem Fundus der Rottenberger Pfarrkirche: Herz Jesu und Herz Mariä. Die im Mai 2006 gemalten Glasfenster sind eine Stiftung zur Erinnerung an Juliane und Josef Staab von Armella Staab aus Rottenberg. Angefertigt wurden die Fenster von der Glasmalerin Margarethe Weigel aus Wilmersbach. Das linke Fenster zeigt die Heiligen Josef und Antonius, im rechten Glasfenster sind die Muttergottes und Juliane von Lüttich, auf die die Einführung des Fronleichnamsfestes zurückzuführen ist, zu sehen.
Die Waldkapelle ist tagsüber geöffnet und lädt zur stillen Andacht ein. Im Inneren findet sich der Spruch: „Der Heiligen Leben werde uns zum Segen. Der Tod und die Auferstehung Jesu bringe uns Heimat und reichen Lohn.“
Nahe der Kapelle steht eine vom örtlichen Holzschnitzer Roman Steigerwald geschaffene Holzreliefplatte. Sie soll an die einstigen Einsiedler erinnern, die von dort aus im Schuldienst tätig waren. Die Inschrift lautet: „In der lauten Welt schweigt Gott, aber in der Stille kannst du ihn hören.“
Text aus Spessartprojekt:
In ihrer heutigen Form entstand sie 1785, hatte aber bereits einen Vorgängerbau. Sie gehörte zur Urpfarrei Sailauf, weshalb die Kirchwege aus Feldkahl und Rottenberg hier vorbeiführten. Über ihre Entstehung vermutet man, dass sie auf Veranlassung der Gemeinde Rottenberg am Ende des Dreißigjährigen Krieges entstanden sei. Vielleicht hat sie ihren Ursprung auch in der naheliegenden und heute verschwundenen Einsiedelei, an die ein Holzrelief von Roman Steigerwald aus Rottenberg erinnert, auf dem ein Mönch und eine Familie dargestellt sind. Hier lebten seit dem 18. Jhd. Brüder einer Eremitenkongregation, deren Hauptaufgabe darin bestand, als Lehrer in Sailauf zu wirken. Der letzte Eremit zog 1782 am Vorabend der französischen Revolution weg.





















